Schnupperspaziergänge - Jagdspaziergänge was ist das?

Sie denken vielleicht schnuppern darf mein Hund doch immer beim Spaziergang, aber es gibt da einen entscheidenden Unterschied. 

Klar darf der Hunde bei einem Spaziergang schnuppern, aber wie läuft so ein Spaziergang in der Regel ab? Der Hund ist an der Leine oder im Freilauf und im Idealfall auch jederzeit ansprechbar. Der Hund macht sein Ding und wir unser Ding, schauen auf Handy, hören nebenbei Musik oder hängen unseren Gedanken nach oder quatschen mit der Freundin. Ab und an fliegt dann vielleicht das Bällchen oder wir üben zur Beschäftigung Kommandos. Wir sind zwar auf dem gleichen Weg, aber richtig zusammen sind wir nicht. 

Bei meinen Schnupperspaziergängen geht es immer ums WIRZiel ist es wirklich zusammen unterwegs zu sein. Unser Interesse sollte den Aktivitäten des Hundes gelten.  Schnüffelstellen werden zusammen angesehen, d.h. Man geht in die Hocke und schaut gemeinsam mit dem Hund an, was da  interessantes zu schnüffeln ist. Der Hund darf so lange an der Stelle riechen wie er möchte, bis er damit fertig ist und sich selbst lösen kann.  

 

 

  

Fundstücke werden zusammen begutachtet.  Wenn man etwas interessantes sieht, was der Hund nicht bemerkt hat, wird es ihm gezeigt. Zusammen auf Entdeckungsreise gehen verbindet und macht unglaublich viel Spaß. Die Freude und Begeisterung beim Hund zu spüren ist einfach wunderschön.

 

 

 

Pausen, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten, sind ein unglaublich wichtiger  Bestandteil der Spaziergänge. Es geht hier nicht um Strecke machen, sondern um zusammen die Umgebung erkunden. Unser Geruchsinn ist ja meilenweit dem des Hundes unterlegen. Wir können uns nicht im entferntesten vorstellen, was da so alles auf den Hund einströmt. 

Im Winter wenn auch wir die Spuren sehen können die Wildtiere hinterlassen bekommen wir ein kleine Ahnung was da so alles in Feld und Flur unterwegs ist.

In Ruhe zuende schauen dürfen, Gerüche wahrnehmen, gemeinsam beobachten das schafft Vertrauen. Besonders für jagdlich motivierte Hunde sind diese Spaziergänge ein richtiges Abenteuer.

Zur Sicherheit der Wildtiere und Hunde finden diese Spaziergänge überwiegend an einem gut sitzenden Brustgeschirr und einer Schleppleine statt. Das interessante dabei ist, dass wenn man gezielt zusammen mit dem Hund auf eine Art Ersatzjagd geht, der Drang alleine loszujagen weniger wird, denn wenn der Hund uns als verlässlichen Partner sieht, wird er lieber mit uns losziehen als allein. 

Durch gemeinsame Erlebnisse und  gegenseitige Wertschätzung lassen sich auch verschiedene, unter Umständen schwierige Alltagsgegebenheiten leichter meistern, da aufgrund dieser Art Spaziergänge sich Mensch als auch Hund als verlässliche Partner erleben. Es ist immer wieder beeindruckend, welch hohe Bereitschaft Hunde mitbringen sich auf uns Menschen einzulassen.       

Manchmal gibt es viel zu lachen wenn man in die eifrigen Hundegesichter schaut. Was gibt es schöneres als gemeinsam Abenteuer zu erleben. Solche Spaziergänge sind sehr anstrengend für unsere Hunde. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgiebig schlafen nach dem Spaziergang ist unglaublich wichtig, damit alles verarbeitet werden kann. Die Spaziergänge finden sehr stark in Anlehnung an die Ullihundephilosophie statt. Mehr dazu in den Büchern von Ulli Reichmann